Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Außendienstapp“ (im Folgenden „Dienst“), betrieben von Benedikt Bimmerle, Merowingerstraße 6, 40223 Düsseldorf (im Folgenden „Anbieter“).
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (B2B). Die Nutzung durch Verbraucher ist nicht vorgesehen.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Softwarelösung zur Verwaltung von Außendienstaktivitäten bereit. Der Leistungsumfang umfasst:
- Erstellung und Verwaltung von Besuchsbericht-Vorlagen
- Digitale Besuchsberichte mit Foto-Dokumentation
- Kundenstamm-Verwaltung
- Manager-Dashboard mit Auswertungen
- Team-Verwaltung und Rollensystem
- Besuchsplanung und Routenoptimierung
Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif. Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und den Funktionsumfang zu erweitern oder anzupassen, soweit dadurch der vertragswesentliche Leistungsumfang nicht eingeschränkt wird.
§ 3 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung des Dienstes über das Internet ein. Der Kunde erhält keinen Zugang zum Quellcode der Software.
Alle Rechte an der Software, den Marken, dem Design und den Inhalten des Dienstes verbleiben beim Anbieter. Der Kunde erwirbt kein Eigentum an der Software. Die vom Kunden eingegebenen Daten und hochgeladenen Inhalte (Besuchsberichte, Fotos, Kundenstammdaten) verbleiben im Eigentum des Kunden.
§ 4 Nutzungsbeschränkungen
Der Kunde verpflichtet sich, den Dienst nur im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen zu nutzen. Insbesondere ist es dem Kunden untersagt:
- die Software ganz oder teilweise zu dekompilieren, zu disassemblieren oder auf andere Weise den Quellcode zu ermitteln (Reverse Engineering), soweit dies nicht gesetzlich ausdrücklich gestattet ist
- den Dienst Dritten entgeltlich oder unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen, weiterzuvermieten oder als eigenes Produkt anzubieten
- automatisierte Zugriffe (Bots, Scraper, Crawler) auf den Dienst durchzuführen, sofern nicht ausdrücklich genehmigt
- den Dienst in einer Weise zu nutzen, die die Stabilität, Sicherheit oder Verfügbarkeit des Dienstes beeinträchtigt
- rechtswidrige, beleidigende oder die Rechte Dritter verletzende Inhalte über den Dienst zu verbreiten
Bei Verstoß gegen diese Bestimmungen ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach vorheriger Abmahnung zu sperren.
§ 5 Registrierung und Account
Die Nutzung des Dienstes setzt eine Registrierung voraus. Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung und Freischaltung des Accounts durch den Anbieter zustande. Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln.
Der Kunde ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter seinem Account erfolgen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
§ 6 Kostenloser Test
Der Anbieter gewährt neuen Kunden eine kostenlose Testphase von 14 Tagen mit vollem Funktionsumfang. Während der Testphase entstehen keine Kosten und es ist keine Zahlungsmethode erforderlich.
Nach Ablauf der Testphase wird der Zugang auf Lesezugriff beschränkt. Die Daten bleiben 30 Tage erhalten und werden anschließend automatisch gelöscht, sofern kein Upgrade erfolgt.
§ 7 Kostenpflichtige Nutzung und Preisanpassung
Die aktuellen Preise sind auf der Preisseite unter aussendienstapp.de/preise einsehbar. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Es gilt ein einheitlicher Preis pro Nutzer. Die Abrechnung erfolgt monatlich.
Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums anzupassen. Preisanpassungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung zu. Macht der Kunde von diesem Sonderkündigungsrecht keinen Gebrauch, gilt der angepasste Preis ab dem mitgeteilten Zeitpunkt.
§ 8 Vertragslaufzeit
Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Abrechnungszeitraum beträgt einen Monat. Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern er nicht gemäß § 14 gekündigt wird.
§ 9 Zahlungsbedingungen
Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich im Voraus. Zahlungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum fällig. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe, Inc.). Akzeptierte Zahlungsmethoden werden bei der Buchung angezeigt.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach vorheriger Mahnung einzuschränken.
§ 10 Datenspeicherung, Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Anbieter speichert die Daten des Kunden in der EU-Region (Frankfurt, Deutschland). Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung.
Der Kunde bleibt Eigentümer seiner Daten. Der Anbieter verpflichtet sich, Kundendaten nicht an Dritte weiterzugeben, außer soweit dies für die Erbringung des Dienstes erforderlich ist (Unterauftragnehmer gemäß Art. 28 DSGVO).
Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab. Der AVV ist Bestandteil dieses Vertrages und kann unter aussendienstapp.de/avv eingesehen und heruntergeladen werden.
§ 11 Verfügbarkeit und höhere Gewalt
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99,5% im Jahresmittel an. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden vorab per E-Mail angekündigt und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8–18 Uhr MEZ) durchgeführt. Wartungsfenster werden bei der Berechnung der Verfügbarkeit nicht berücksichtigt.
Der Anbieter haftet nicht für Leistungseinschränkungen aufgrund höherer Gewalt. Hierzu zählen insbesondere Naturkatastrophen, Pandemien, behördliche Anordnungen, Stromausfälle, Störungen bei Infrastruktur-Drittanbietern (Cloud-Hosting, DNS, Netzwerkprovider) sowie Cyberangriffe, die trotz angemessener Schutzmaßnahmen nicht abgewendet werden konnten. Der Anbieter wird den Kunden über solche Störungen unverzüglich informieren und sich um schnellstmögliche Behebung bemühen.
§ 12 Gewährleistung und Mängelrechte
Der Anbieter gewährleistet, dass der Dienst im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung gemäß § 2 entspricht. Bei Mängeln hat der Anbieter das Recht zur Nachbesserung innerhalb angemessener Frist.
Der Kunde hat Mängel unverzüglich nach Erkennen zu melden. Mängelmeldungen sind per E-Mail an info@aussendienstapp.de zu richten. Der Anbieter wird gemeldete Mängel während der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 9–17 Uhr MEZ) bearbeiten und den Kunden über den Bearbeitungsstand informieren.
Unerhebliche Abweichungen von der Leistungsbeschreibung gelten nicht als Mangel. Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Störungen, die durch unsachgemäße Nutzung, nicht kompatible Endgeräte oder Drittanbieter-Software verursacht werden.
§ 13 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, insbesondere die Bereitstellung und Verfügbarkeit der Software, der Schutz der eingegebenen Kundendaten vor unbefugtem Zugriff Dritter sowie die vertragsgemäße Speicherung und Sicherung der Daten.
Die Haftung bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist der Höhe nach begrenzt auf den Betrag, der dem 12-fachen der zum Zeitpunkt des Schadenseintritts vereinbarten monatlichen Vergütung entspricht, mindestens jedoch auf 500 €.
Die Haftung für Datenverlust wird auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger Datensicherung eingetreten wäre. Der Anbieter erstellt tägliche Backups aller Kundendaten.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 14 Kündigung und Datenexport
Der Vertrag kann von beiden Seiten jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Eine Kündigung ist per E-Mail an info@aussendienstapp.de oder über die Kontoeinstellungen möglich.
Nach Kündigung bleiben die Daten des Kunden 30 Tage verfügbar und können in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format (JSON) exportiert werden. Nach Ablauf dieser Frist werden alle Kundendaten unwiderruflich gelöscht. Unabhängig davon werden Fotodaten aus Besuchsberichten automatisch nach 24 Monaten gelöscht.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit der Zahlung von mehr als zwei Monatsbeträgen in Verzug ist oder wiederholt gegen § 4 (Nutzungsbeschränkungen) verstößt.
§ 15 Widerrufsrecht
Da sich der Dienst ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB. Die kostenlose Testphase gemäß § 6 ermöglicht es dem Kunden, den Dienst vor einer kostenpflichtigen Nutzung umfassend zu prüfen.
§ 16 Vertraulichkeit
Der Anbieter verpflichtet sich, alle ihm im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werdenden Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse des Kunden — insbesondere Kundenstammdaten, Besuchsberichte, Bestelldaten und GPS-Daten — vertraulich zu behandeln und ausschließlich zur Erbringung der vertraglichen Leistungen zu verwenden. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
Der Anbieter stellt sicher, dass alle mit der Datenverarbeitung betrauten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.
§ 17 Vertragsübertragung
Der Anbieter ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf einen Rechtsnachfolger zu übertragen (z.B. bei Umwandlung der Rechtsform, Unternehmensverkauf oder Verschmelzung), sofern der Rechtsnachfolger in die bestehenden Vertragsbedingungen eintritt und ein gleichwertiges Datenschutzniveau gewährleistet. Der Kunde wird über eine Übertragung mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail informiert und hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht.
Der Kunde darf seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters übertragen.
§ 18 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist Düsseldorf, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail an die hinterlegte E-Mail-Adresse mitgeteilt. In der Mitteilung wird ausdrücklich auf die geänderten Bestimmungen, das Widerspruchsrecht und die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs hingewiesen. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Widerspruch kann per E-Mail an info@aussendienstapp.de erfolgen. Änderungen, die den Kerngehalt des Vertragsverhältnisses betreffen, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden.
Stand: April 2026